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Samstag, 29. November 2014

Helga König: Gedanken über das Werk "#The_Guardian_of_Money" der Künstlerin #Doris_Zeidlewitz

 "The Guardian of Money"
Die Künstlerin Doris Zeidlewitz stellt derzeit in Bad Homburg in der Taunussparkasse einige Ihrer Werke aus. Über die Vernissage zur Ausstellung habe ich auf "Buch, Kultur und Lifestyle" berichtet. 

Eines der Exponate trägt den Titel "The Guardian of Money" (Die Wächterin des Geldes) (Öl auf Leinwand 180cm x 140cm) und beeindruckt die Besucher nicht zuletzt durch die Magie, die ihm auf geheimnisvolle Art innewohnt.

Die Frau mit den Augen einer Sphinx hat ihre Haare wie einen Schatz unter einem Haarnetz verborgen, das mit Swarowski-Steinen geschmückt ist. Ein Teil der Stirn und der Nase sind mit Blattgold bedeckt und suggerieren eine Goldmaske, die sich wie von Zauberhand zum Teil gerade aufzulösen scheint, um die schönen Augen der "Wächterin des Geldes" für den Betrachter sichtbar zu machen.

Doris Zeidlewitz, die dem Weiblichen in allen Menschen- im Mann und der Frau also gleichermaßen- das Bewahrende, Heilende und Behütende zuordnet, verdeutlicht in diesem Werk, dass das Geld stets dann, wenn weibliche Kräfte wirken, jenseits von Verschwendung, Krieg und Unheil eingesetzt wird und auf diese Weise unendliches Leid auf unserer Welt zu mindern in der Lage ist.

Geld an sich ist demnach nicht schlecht, wie immer wieder betont wird. In Wahrheit kommt es darauf an, in welche Hände es gerät.

"Wächterin des Geldes" zu sein bedeutet, keine Verschwendung aber auch keinen Geiz an den Tag zu legen. Das dokumentiert das Anlitz der schönen Frau mit den ebenmäßigen Gesichtszügen und Wärme vermittelnden Augen. 

Verschwendung und Geiz schlagen sich wie alle Untugenden in hässlichen Gesichtszügen nieder. Eine schöne Seele visualisiert sich bis ins hohe Alter durch einen  offenen, unverkniffenen und dabei besonnenen Gesichtsausdruck. 

"The Guardian of Money" sorgt für Nachhaltigkeit. Sie teilt gelassen und frei von Selbstsucht ein, denkt an jetzt aber auch an morgen, denkt weiblich fürsorgend an alle.  Sie hat eine gebende aber auch eine nehmende Hand, zeigt Grenzen auf und sagt entschieden nein zu unsinnigen Geldausgaben.

Dabei ist sie - ich sage es nochmals- nicht zwingend eine Frau, sondern das Weibliche in uns allen, das sammelt, bewahrt und aufbaut, das in Güte und Hilfsbereitschaft essentielle Tugenden sieht und Gier in jeder Beziehung  verabscheut.

Helga König


Dienstag, 25. November 2014

Helga König: Gedanken zum ZDF- Film "#Das_Zeugenhaus"

Eine Rezension zum gestrigen ZDF-Gesellschaftsdrama "Das Zeugenhaus" zu schreiben, um sie in die Rubrik "Film" von "Buch, Kultur und Lifestyle" einzubinden, ist leider nicht möglich, weil man Filme mindestens zweimal gesehen haben muss, wenn man eine komplexe Rezension  dazu  schreiben möchte. 

Ganz unkommentiert will ich das "Das Zeugenhaus" aber auch nicht lassen, denn die Handlung, die Regie sowie  die Leistung aller Schauspieler überzeugten  und die Dokumentation im Anschluss klärte letzte Fragen bestens auf. 

Im sogenannten Zeugenhaus, das es ja tatsächlich gab, wurden 1945 zu Anfang der Nürnberger Prozesse vormalige NS-Funktionäre, KZ-Überlebende und Widerstandkämpfer untergebracht, die zur Klärung der Schuldfrage der Täter in den Prozessen beitragen sollten. Eine ungarische Gräfin wird seitens der Amerikaner für die Rolle als gepflegte Hausdame ausgesucht und sorgt dafür, dass die Personen in der Zeit des Prozesses eine zivilisierte Hausgemeinschaft bilden. Dieses Unterfangen gelingt ihr und zeigt, dass bestimmte Charaktere einen entsprechenden Nährboden benötigen, um verwerflichen Schattenseiten auszuleben. Das NS-Regime bildete den bösen Nährboden für alle, die die Neigung hatten korrupt, grausam, gierig oder karrierebesessen zu sein. 

Einer der Prozessbeobachter war übrigens #Willy_Brandt wie man der dem Film folgenden Dokumentation entnehmen kann. Sein Sohn #Matthias_Brandt spielt die Rolle eines Generals, der gegen das braune Pack auf der Anklagebank aussagen wird. Er berichtet über die Verwicklungen der Wehrmacht in all das, was man den Funktionären auf der Anklagebank vorwirft. 

Eine Französin, die im KZ inhaftiert war, weil sie der Résistance angehörte, berichtet über das, was sich in den KZs ereignet hatte, berichtet von den Gaskammern, der Tatsache, dass Menschen von den Hunden der Nazis bei lebendigem Leib zerfleischt und andere verbrannt wurden. 

Die jeweiligen Berichte entnimmt man der Dokumentation im Anschluss, die schon einen Tag nach der Sendung mit dem Film eine Einheit bildet, sodass der Film zum Bestandteil der Dokumentation und nicht umgekehrt wird. Das finde ich bemerkenswert, denn ich vermute, dass viele Zuschauer ähnlich empfinden und das Böse auf diese Weise subtil entlarvt wird.

Die Französin hat so viel Abstand zu allen, dass sie die Menschen, mit denen sie nun bei Tisch sitzt, gelassen hinnimmt, während der General aus dem Widerstand unter großen Depressionen leidet und sich am liebsten das Leben nehmen möchte, weil er als einziger überlebt hat. Er befreit sich von seiner Schwermut erst, nachdem er die Täter belastet und damit die Tat der Widerständler zu Ende geführt hat, fühlbar für sich und sichtbar für Dritte einer der Widerstandkämpfer des 20 Juni 1944 geworden ist.

Den Filmemachern ist es gelungen, an einzelnen Personen die typischen Charaktere des NS-Regimes aufzuzeigen, so etwa an Karrieristen und späteren Wendehälse sowie an willigen Helfern. Allen gemeinsam war, die Realität auszublenden und ihre Verstrickungen zu verheimlichen. 

Gezeigt werden auch zwei junge Menschen, die aufgrund der Propaganda so verblendet waren, dass man ihnen nur wünschen kann, dass sie später erkannten, dass sie Psychopathen auf den Leim gegangen sind.  Sie stehen für die vielen jungen Deutschen, die  nach dem Krieg sich in den Neuanfang stürzten, Erlebtes verdrängten und heute als alte Menschen noch immer ein unverarbeitets Trauma mit sich herumschleppen, weil ihnen  nicht klar ist, weshalb sie als Kinder oder Jugendliche Bombennächte erlebten und noch immer die Schuld bei ihren Befreiern suchen.

Ich bin davon überzeugt, dass bestimmte Charaktere, gleichgültig in welchen Epochen, immer wieder ähnlich handeln, wenn ihnen der Nährboden geboten wird, sei es in der Politik und Wirtschaft oder auch in Familien. Der Nährboden wird - egal wo-, von Psychopathen gebildet. Wenn diesen Macht zuwächst, werden sie mittels der sieben Todsünden (ich verwende den Begriff hier keineswegs religiös, sondern als Zusammenfassung abgründiger, menschlicher  Eigenschaften)  andere verführen und in ihren Einflussbereich bringen, um Boshaftigkeit  im großen Stil auszuleben. 

Das Ergebnis heißt immer verbrannte Erde. Deshalb muss man Psychopathen frühzeitig das Handwerk legen und darf sich nicht blenden lassen, wenn ein Onkel Hitler den liebenswerten Oheim gibt, weil er sich mit kleinen Kindern und Hunden angeblich so gut versteht und sie großzügig mit Leckerlis verwöhnt. Ein Hitler ist und bleibt ein Psychopath, der  ohne mit der Wimper zu zucken, einen Weltbrand  entfacht, Familien entzweit, Firmen zerstört, Hinterhältigkeit betreibt, wo auch immer er auftaucht.

Helga König

Montag, 24. November 2014

Helga König: Gedanken über das tolle Twitter-Engagement von #Patrick_Kunkel, dem Bürgermeister der Sekt- und Rosenstadt #Eltville am Rhein.

Mit  Patrick Kunkel, dem Bürgermeister von Eltville bin ich auf  Twitter gleich zweimal verbunden, denn er betreibt neben seinem Privat - Account gemeinsam mit #Saskia_Habel den offiziellen TWITTER-Account der Stadt Eltville am Rhein. 

Bereits das Twitterprofilbild lädt zum Besuch dieses schönen Ortes im Rheingau ein. https://twitter.com/Stadt_Eltville.  Überzeugen Sie sich bitte selbst.

Scrollt man ein wenig die Seite runter, entdeckt man einige stimmungsvolle Fotos von #Oli_von_ der_Heidt, die dokumentieren, dass selbst im unwirtlichen Monat November dieses zauberhafte Städtchen einen Besuch wert ist. 

Eltville und deren eingemeindeten Weinorte Hattenheim, Erbach, Martinsthal und Rauenthal habe ich in meinem Leben schon vielmals besucht, nicht nur der guten Weingüter wegen, in denen  man  den Rebensaft verkosten und auch kaufen kann, sondern zudem wegen der vielen schönen alten Gebäude, der traumhaften Kulturlandschaft, der guten Restaurants u.a. mehr. 

Die Stadtrechte erhielt diese älteste Stadt im Rheingau 1332. Als Rosenstadt wird sie deshalb bezeichnet, weil im Sommer über 22. 000 Rosenstöcke im Burggraben und am Rheinufer blühen und ihren betörenden Duft verströmen. Es lohnt sich immer, einen Gang durch die Altstadt zu unternehmen, dort in den mittelalterlichen Gassen die Fachwerkhäuser zu bewundern und ein wenig in eine andere Zeit, nicht Vergangenheit, sondern  eher Traumzeit, einzutauchen. 

Aber auch die Kurfürstliche Burg mit ihrem zauberhaften Rosengarten und Burg Crass sollte man sich nicht entgehen lassen. Was man dort vorfindet, ist Romantik pur.

Das #Kloster_Eberbach zählt übrigens auch zu den Sehenswürdigkeiten Eltvilles und ist eines der wohl bedeutendsten Kulturdenkmäler Hessens. Durch den Film #Im_Name_der_Rose wurde Eberbach weltberühmt, weil dieses Zisterzienserkloster einer der Drehorte war. 

Weingüter möchte ich an dieser Stelle keine hervorheben. Diese nämlich sollte jeder bei einem Besuch selbst entdecken. Ähnliches gilt auch für die Gastronomie, wobei es mir in den Fingern juckt, meine Lieblingsrestaurants hier aufzulisten. 

Wer mehr über Eltville und das #Rheingauer_Musikfestival wissen möchte, der sollte sich im Internet weiter informieren, so etwa im Rahmen der Twitternachrichten von Patrick Kunkel, der sich als ein lobenswert  zukunftsorientierter Bürgermeister einer Stadt mit großer Vergangenheit präsentiert. 

Eltville zu besuchen, heißt  vielschichtiger Kultur  zu begegnen und  diesbezüglich breitgefächerte Anregung für alle Sinne zu erhalten. 

Am 20. November 2014 twitterte Patrick Kunkel "Glühen ist mehr als Wissen." (Bernhard von Clairvaux, 1091 - 1153). Wer so enthusiatisch für seine Stadt twittert wie der Eltviller Bürgermeister, der glüht für sie und wird immer wieder gangbare Wege für ihre Zukunft finden, auch wenn er sie nicht immer sogleich weiß.

 Helga König

Sonntag, 23. November 2014

Helga König: Gedanken zu dem weltberühmten, twitternden Pianisten und Dirigenten Sir Daniel #Barenboim

Der weltberühmte Musiker Sir Daniel Barenboim wurde in Argentinien geboren und ist ein argentinisch-israelisch-spanisch-palästinensischer #Pianist und Dirigent, der sich auf beeindruckende Weise für den Frieden engagiert.

Heute Morgen las ich ein kleines Interview mit ihm im Corso-Almanach für Welten-und Kulturenbummler. Dort werden ihm zwei Fragen zum "West-östlichen Orchester"  gestellt, das 1999 seitens Edward Said gegründet wurde. Dabei hatten 60% der Musiker noch nie in einem Orchester gespielt und 40% hatten noch niemals ein Orchester live erlebt. Barenboim schaffte es, dass acht Jahre später dieses vormals unbedarfte Orchester in Salzburg Arnold Schönbergs "äußerst schwierige, hochkomplexe Orchester-Variationen" mit Bravour spielte. 

Für Barenboim dokumentiert dies, dass alles möglich ist und damit auch Frieden und Versöhnung im Nahen Osten nicht ausgeschlossen sind. Sehr spannend ist zudem,  was Daniel Barenboim auf die Frage "Wie harmonisch geht es denn zwischen den Musikern des West-östlichen Divan zu?"   antwortet. 

Durch Diskussion und offene Kommunikation komme man sich näher und lasse die Vorurteile hinter sich. Indem man einander zuhöre, lerne man einander zu akzeptieren, das gelte für Israeli oder Syrer gleichermaßen, "die nebeneinander sitzen und vom selben Notenblatt spielen, die zusammen essen und reden“. Dieses gemeinsame Tun ist der Weg,  neue Erfahrungen zu sammeln. 

Barenboim konstatiert "Das Orchester ist ein lebendiges Symbol für eine bessere Zukunft im Nahen Osten."

Heute Mittag habe ich ein Foto auf Twitter und auf Facebook verlinkt, das Papst Franziskus mit Daniel Barenboim zeigt. Das Foto wurde vor wenigen Tagen aufgenommen und dem Text ist zu entnehmen, dass selbst der Heilige Vater von Barenboims Friedensmission im Rahmen seines West-östlichen Orchesters begeistert ist.  Ist das nicht wunderbar?

Wer im Internet sich der Musik Barenboims erfreuen möchte,   kann dies beispielsweise auf Youtube viele Stunden hindurch tun. Ich schätze diese Clips sehr und verlinke sie auch stets gerne auf Facebook und Twitter, weil es einfach viel Vergnügen bereitet,  Barenboims Klängen zu lauschen oder aber ihn als Dirigent zu erleben. 

Dieser Mann hat viel Seele, die er, egal was er tut, intensiv zum Ausdruck bringt und seine Zuschauer und Zuhörer immer wieder aufs Neue an sich bindet. Daniel Barenboim verfügt über einer Likeseite auf Facebook mit derzeit 227.897 Followern. Dort und auf Twitter verlinkt er Neuigkeiten zu seinem musikalischen und sonstigen Tun. Seine Follower hat er natürlich auch darüber nicht im Ungewissen gelassen, wo er sich am 9. November 2014 aufgehalten hat und was ihn an diesem Abend in Berlin umtrieb. 

Diesen Informationslink möchte ich hier einbinden, damit Sie heute am Totensonntag sich an die 1065 Grenz- und Mauertoten erinnern, die für die Freiheit gestorben sind.  Sie alle würden sich gewiss freuen, wenn sie wüssten, dass ihr Tod nicht umsonst gewesen ist.


Was mir bleibt, ist noch eine Sentenz  von Daniel Barenboim hier anzufügen, die mich so sehr beeindruckt hat, dass ich sie weitervermitteln möchte: 

"Musik bedeutet Gleichgewicht. Denn Musik ist alles zugleich. Kopf, Herz und Bauch, Denken, Fühlen und Sinnlichkeit.“ 

Wer im Gleichgewicht der Musik  Harmonie in seinem Leben entwickelt,  wird diesen Frieden, denn Harmonie ist Frieden, auch nach außen tragen, so wie  es der von mir hochgeschätzte Daniel Barenboim vorbildlich  tut. 

Helga König

Samstag, 22. November 2014

Helga König : Gedanken zum erfreulich kollegialen Engagement des Autors #Matthias_ Zipfel

Der Schriftsteller Matthias Zipfel, mit dem ich seit langer Zeit schon auf Facebook befreundet und über Twitter verbunden bin, beeindruckt mich immer wieder aufgrund seines Teamgeistes im Hinblick auf seine Kollegen. 

Matthias verlinkt stets großzügig deren Beiträge und sorgt dafür, dass nicht nur sein eigener, sondern auch der Bekanntheitsgrad seiner Autoren- Kollegen wächst. Das ist mehr als eine noble Geste. Es bedeutet Zeitaufwand und soziales Engagement, die als solche auch benannt werden sollten. Man muss diese Tatsachen kommunizieren, damit sie  ins Bewusstsein vieler gelangen, denn nichts ist selbstverständlich, besonders nicht in unserer egomanen Zeit.

Im Netz gibt es noch einige andere Schriftsteller, über die ich mich im Laufe der nächsten Zeit auch äußern werde, die ähnlich handeln wie Matthias. Dieses Miteinander macht mir diese Autoren äußerst sympathisch, weil sie gegen einen unerträglichen Zeitgeist- den der grenzenlosen Selbstsucht- Stellung beziehen. 

Die Chance für Autoren über Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke interessierte Leser zu finden, ist alles andere als gering. Das machen die Userzahlen dieser Netzwerke deutlich. 

"Alles ist erreichbar" lautet der Buchtitel eines berühmten Ratgebers eines amerikanischen Autors und das bedeutet, die Millarden User aller sozialen Netzwerke sind es  gewiss auch.  Die Anzahl der potentiellen Leser ist so riesig, dass bei  Autoren kein Futterneid aufkommen muss. 

Natürlich muss man Qualität anbieten, wenn man längerfristige Aufmerksamkeit erreichen möchte, doch das wissen alle ernsthaften Schriftsteller ohnehin, die die Vermarktung ihrer Bücher nicht mehr nur Dritten überlassen möchten, sondern erkannt haben, dass sie im Internet präsent sein und neue Vertriebswege erkunden müssen . 

Der potentielle Leser möchte  die Autoren  im Internet visualisiert sehen,  zumindest ein paar Sentenzen von ihnen lesen, dadurch eine Idee vom jeweiligen Autor entwickeln, bevor man zu einem seiner Bücher greift. So tickt die neue Welt.  Wer sich heute eine Tarnkappe aufsetzt, wird - wenn überhaupt -  nur als Troll oder  ansonsten gar nicht wahrgenommen. 

Matthias und seine lebenstüchtigen Freunde  haben das  schon lange erkannt, ganz ähnlich wie  die Maler und Fotografen aus aller Welt auf Facebook, die  dort bereits Vereinen nicht unähnliche Gruppen gebildetet haben, um sich   über ihr kreatives Tun auszutauschen und voneinander zu lernen. 

In meinen Augen zeugt ein solches Verhalten von sehr viel Reife. Menschen, die nur in Konkurrenzmustern denken, mangelt es leider daran.  Sie werden Synergieeffekte, die durch das positive Miteinander  entstehen, wohl nie begreifen.

Matthias, der in seinem Profil schreibt, "Über Flaubert hörte ich, dass er sich wütend auf dem Boden wälzte, auf der Suche nach dem richtigen Wort. Da stand für mich fest: Ich werde Schriftsteller!" lässt die Leser auf seiner Website wissen, dass er Chefredakteur einer Zeitschrift für Fotografie war, bevor er sich als Schriftsteller selbstständig machte. 

Der Autor lebt abwechselnd in Norddeutschland und auf Teneriffa. Vielleicht schreibt er ja demnächst ein Buch über seine Beobachtungen an diesen doch recht unterschiedlichen Orten. Ich denke, solche Studien würden die Leser gewiss sehr interessieren, zumal  Matthias als  Berufsfotograf  sicher ein besonderes Auge für Menschen und  Dinge besitzt, die ihn erkennen lassen, was andere noch nicht einmal schemenhaft wahrnehmen.  

Helga  König

Helga König: Gedanken zur twitternden #Märchen- und #Lichttherapeutin Monika Zehentmeier

Gestern hat Monika Zehentmeier ein herbstliches Baumfoto mit dem Link "Ein Baummärchen für Dich: http://maerchenhaft.erfuelltes-leben.de/baeume-sind-freunde/ … http://www.amazon.de/gp/product/3927154415 …mir zugetwittert. 

Dieser Tweet ist ihre Antwort auf nachstehende Sentenz, die ich am 19. November schrieb, nachdem ich auf Twitter kurz zuvor ein sehr düsteres Foto mit unbelaubten Bäumen im Nebel gesehen hatte.

Mir fiel dazu spontan der Satz ein: "Das Geheimnis des Lebens im November besagt: Loslassen. Sieh Dir die Bäume an, Sie haben sich vom Laub verabschiedet, nicht ohne Grund.“

Im Gegensatz zu dem Foto, das mich vor drei Tagen zum Schreiben obiger Sentenz veranlasste, enthält Monikas Foto eine zuversichtliche, versteckte Bildbotschaft. Dabei handelt es sich um eine strahlende Sonnenblume, die zu sagen scheint: "Der Tod ist nur eine Illusion. Das Grün erholt sich bloß…"

Das Foto machte mich neugierig. Vorhin entdeckte auf Facebook die Likeseite von Monika, der ich entnahm, dass sie seit 1990 als Märchen- und Licht-Therapeutin, Seminarleiterin. Ausbilderin der Märchen-TherapeutInnen, Licht-Masseure, Lebens-Trainer, Märchen-Kreis-Leiter tätig ist.

Ihr jüngster Beitrag dort lautet: „Stimmungs-Schwankungen können helfen wach zu werden für Wesentliches, das uns am Herzen liegt. http://maerchen-netzwerk.de/newsletter/mz201114web.html“. 

Diese Info ist an ein traumhaft schönes Foto gebunden, das eine Eiche zeigt, deren Laub fast goldenen verfärbt ist. Öffnet man den Link, so liest man: „Guten Tag, leiden Sie auch in den dunkleren Monaten unter Stimmungs-Schwankungen, verminderter Tatkraft und verstärkter Müdigkeit? 

Keine Angst, das ist nichts Schlimmes, denn man nennt es allgemein auch die Winter-Depression. 

Die Ursache dieser saisonalen Depression in den Monaten November bis Februar ist hinlänglich bekannt: Lichtmangel!

Doch wenn die Natur gerade in jenen Monaten weniger Licht spendet, dann hat das sicherlich einen Sinn. Auch sie zieht sich in dieser Zeit zurück. Da macht der Mensch keine Ausnahme. Wo sonst könnte man neue Kräfte, Glück und Inspiration finden, als in der inneren Ruhe und Stille?....“ 

Diese lebensklugen Worte veranlassten mich, dann schießlich  auch Monikas Link auf Twitter zu öffnen, der zu ihrer Homepage führt, um mich dort mit dem besagten Baummärchen zu befassen. Es trägt den Titel "Bäume sind Freunde". 

Monika beschäftigt sich -das zeigt auch dieses Märchen-   mit altem Wissen, mit der Natur und ihrem ewigen Kreislauf und sie befasst sich mit der Liebe, die Ausdruck des ewigen Lichts ist.

Indem sie den Gedanken des Lichts und damit der Liebe durch ihr Tun vermittelt, wird sie Botschafterin der Vision der allumfassenden Liebe und einer Welt, in der die "Goldene Regel" von allen gelebt wird. 

Das Paradies, ein Ort des Lichts und der Ort des Lebens- und Erkenntnisbaums muss kein Sehnsuchtsort bleiben, sondern kann überall  auf unserer Erde entstehen, wenn man  einander Liebe schenkt und auf diese Weise das Dunkel in strahlendes  Licht verwandelt.

Warum nicht während der trüben Novembertagen damit beginnen? Wenn nicht jetzt, wann dann sonst? 

Helga König

Freitag, 21. November 2014

Helga König: Gedanken über #Ilker, den nachdenklichen Kosmopoliten auf Twitter.

Mit "Ilker" bin ich auf Twitter verbunden und auch Facebook-befreundet. Ich schätze ihn und seine Beiträge sehr, denn sie zeigen, dass dieser geschäftstüchtige Mann eines in erster Linie ist: Ein sehr nachdenklicher Kosmopolit.

Seine täglich kulturellen Beiträge sind vielfältig. Da ist einerseits die Musik, die er zur Freude seiner vielen Follower verlinkt. Sehr gute Klassik-Clips, aber auch Rock und Pop stellt er zur Verfügung und wer seine Sentenzen liest, weiß "Music is my everythink". Sehr sympathisch.

Ich freue mich, wenn ich bei Ilker auf Twitter lese "Jedes Mal, wenn zwei Menschen einander verzeihen, ist Weihnachten" und denke hier schreibt ein Mensch, mit dem ich gerne befreundet bin, wenn auch nur virtuell.

Sowohl auf Facebook als auch auf Twitter hat Ilker die wunderbare Sentenz  "Maenner weinen heimlich" gepostet. So offen spricht nur ein Mann, der sehr selbstbewusst ist, ein Mann mit dem Frauen gerne zu tun haben.. 

Ilkers Mix an Informationen, inclusive seiner #Hotelempfehlungen finde ich bereichernd. Solche Tweets zu lesen, kann ich nur empfehlen, denn sie transportieren Kultur und Ethik gleichermaßen.

Wer sich bei Illker aufhält, liest nicht nur dessen Tweets, sondern er wird aktiv, hört Musik, denkt nach und wird vielleicht irgendwann sogar verreisen, weil Ilker mit seiner hinreissend kosmopolitischen Art jeden früher oder später infiziert. 

Ilker ist im Englischen, Französischen  sowie im Deutschen gleichermaßen  zuhause und übersetzt für seine Leser sogar Hölderlin- Verse in die türkische Sprache.

Bir ülkede
akıl ve sanattan çok, 
servete değer verilirse,
bilinmelidir ki,
orada keseler şişmiş, 
kafalar boşalmıştır
Friedrich HÖLDERLİN

Zudem ist er der Verfasser der poetischen Sentenz "Liebe ist absichtslos, genau das macht sie schön."

Über Ilker zu sprechen heisst,  sich  mit kultureller  Vielfalt zu befassen und spätestens durch ihn zu erfahren, dass es sie tatsächlich gibt.

Helga König

Donnerstag, 20. November 2014

Helga König: Gedanken über #Kloster_Marienthal in der #Oberlausitz

Auf Twitter bin ich u.a. mit dem Kloster St. Marienthal verbunden. Es handelt sich dabei um das älteste Frauenkloster des Zisterzienserordens in Deutschland, das seit seiner Gründung 1234 bis heute ununterbrochen besteht.

Das Zisterzienser-Kloster befindet sich in Ostritz in der  Oberlausitz. Dort ist einer meiner Facebookfreunde für den Internetauftritt des Klosters zuständig.

Kloster Marienthal, das heute von der Äbtissin Schwester M. Regina Wollmann OC geleitet wird, wurde bereits 1234 von Kunigunde von Böhmen gegründet. Aufgrund eines Brandes, der das Anwesen vollständig zerstörte, wurde es von 1683 – 1744 als barocke Anlage erneut aufgebaut.

Trotz der Verfolgung der Kirche in Zeiten des Kommunismus gelang es den Zisterzienserinnen in der DDR das Kloster vor dem Aussterben zu bewahren und im Jahre. 1992 konnte dann das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ) gegründet werden. 

"Bete und arbeite" heißt der Grundsatz der Ordensregel des heiligen Benedikt und damit auch des Zisterzienserordens, dem benediktinischen Reformorden.  Arbeit wird seitens der Ordensschwestern als Ausdruck des Dienens füreinander und als Notwendigkeit zum Erwerb des Lebensunterhaltes begriffen. Dabei ist die Arbeit dem Gebet und dem gemeinsamen Leben untergeordnet. 

Ich weise auf dieses Kloster sehr gerne hin, weil man dort im Rahmen von Kursen und Seminaren viel für inneres Wachstum tun kann und die klösterliche Ruhe dazu verhilft, in sich selbst auch Ruhe zu finden. 

Menschen, denen Ethik und Kultur am Herzen liegen oder die danach suchen, werden dort finden, was ihnen auch spirituell wichtig ist und nach einem Aufenthalt im Kloster Marienthal gewiss bereichert ins Leben zurück kehren 

Der Facebook- Likeseite des Klosters St. Mariental kann man derzeit einen Beitrag entnehmen, den ich hier Auszugsweise wiedergebe. 

"Kreativitätsseminar "Mensch-sein-in-all-seinen-Facetten" in unserem Kloster Freitag, 21.11.2014 (ab 17 Uhr) bis Sonntag, 23.11.2014 (bis 14 Uhr) (Vorkenntnisse nicht erforderlich - Übernachtung im Kloster möglich)  Mit unserem Kreativitätsseminar können Sie an einem wunderbaren Ort in unserem Kloster ( in der Orangerie ) Ihre kreative Seite entdecken und kennen lernen, sich dabei kreativ entfalten, die innere Ruhe wieder finden und positive Impulse erlagen. Mit Hilfe unserer Kreativität des Ausdrucksmalen wollen wir neue Perspektiven entdecken und etwas Leichtigkeit aus unserer Kindheit zurück erobern, um in unserem Alltag gelassener und liebevoller mit uns und der Welt in Kontakt zu treten. Auch die Begegnungen mit max. 8 Teilnehmern und der gegenseitige Austausch sollen helfen, Abstand von unseren Herausforderungen (z. B. Einsamkeit, Trauer, Enttäuschung) zu finden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich - Jeder kann nach seinen Möglichkeiten, Fertigkeiten und mit der eigenen Kreativität teilnehmen. An den Seminaren können Sie auch ohne Übernachtung im Kloster teilnehmen. Somit sind auch Teilnehmer aus naher Umgebung angesprochen. Sollten Sie jedoch eine Übernachtung benötigen, können Sie sich gern an unsere Gästepforte wenden und Ihre Übernachtung bei uns direkt buchen. Mit unseren neuen Kreativitätsseminaren "Mensch-sein-in-all-seinen-Facetten" bieten wir Ihnen eine neue und besondere Möglichkeit, in klösterlicher Ruhe zur inneren Einkehr und Besinnung zu finden, Körper, Geist und Seele zu verwöhnen, und gestärkt und erholt das Leben wieder neu zu entdecken."


Sich mit der Website des Klosters näher zu befassen, lohnt sich übrigens sehr:  http://www.kloster-marienthal.de/seiten/unserespiritualitaet?locale=de

Helga König

Sonntag, 16. November 2014

Helga König: Gedanken über den Lyriker Lothar Thiel

Einer meiner Facebookfreunde ist der Lyriker Lothar Thiel. Vor einigen Monaten schickte er mir aus Bilbao, - dort lebt er-, den schönen Gedichtband "zuletzt spricht der Fasan", in dem ich stets aufs Neue gerne lese und immer ein wenig amüsiert bin. 

Ich schätze Sätze wie etwa "ludger lebt nur noch von lauch" nicht nur weil sie erdverbunden, sondern hauptsächlich, weil sie witzig, teilweise grotesk und in bestimmten Kreisen zeitgemäß sind,  mich zudem neugierig darauf machen, was dann  inhaltlich folgt. 

Natürlich werde ich hier  in der Rubrik "Gedanken zur Ethik und Kultur" nicht Lothars Gedichtband rezensieren, denn für Gedichtbandrezensionen gibt es ja bekanntermaßen eine spezielle Seite auf "Buch, Kultur und Lifestyle".

Zu Lothars Gedichten eine Rezension zu schreiben, erfordert viel Zeit, wenn man ihnen gerecht werden möchte. Die Zeit habe ich mir genommen, um die Texte auf mich wirken lassen. Dieser Tage dann ist es so weit. Endlich mal wieder  eine Neuentdeckung in Sachen Lyrik!

Heute geht es mir zunächst darum, auf das kulturelle Engagement des Lyrikers hinzuweisen, der die Website http://www.lothar-thiel.de/ betreibt und dazu auf Facebook eine Likeseite für seinen Gedichtband "zuletzt spricht der fasan". 

Lyriker haben stets einen besonderen Zugang zur Kultur, bei ihnen verbindet sich Sprachgefühl mit Fantasie. Der subtile Blick auf alles, was ein Dichter wahrnimmt, lässt selbst Alltägliches in einem speziellen Licht erscheinen. Sobald er dieses Alltägliche in lyrische Worte transformiert, macht er sogar das scheinbar Profane zum Bestandteil unserer Kultur. 

So ist das auch mit den "dicken, gelben Birnen", die schon für von Fontane lyrisch verlockend waren, doch ihn nicht zu einem sachlich-melancholisch und zugleich schwerelosen Liebesgedicht motivierten, sondern bekanntermaßen zu einer Ode an einen kinderlieben, alten Gutsbesitzer.

Lothar Thiels "Herbstliches Missgeschick" verrät sehr viel über seinen Humor, aber auch über seine Melancholie, über sein Kulturverständnis, in dem auch das Geben eine Rolle spielt und über seine Liebe zur Natur. 

Hochgebildet, will Lothar nie das letzte Wort haben, überlässt es aber auch keiner Frau, denn er weiß, "zuletzt spricht der Fasan". Dieses Wissen sollten sich alle zu Eigen machen, die jenseits von Rechthaberei  miteinander kommunizieren möchten.

Rousseau wäre von Lothars Naturliebe begeistert gewesen und alle, die Pegasus mögen, sind es der poetischen Satzkonstruktionen wegen auch. 

Helga König

Samstag, 15. November 2014

Helga König: Gedanken zum Thema #Trolle

Wikipedia definiert: "Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, welche Kommunikation im Internet fortwährend und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion enthalten, mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen.“ 

Menschen hinterlassen im Internet tagtäglich  Spuren in Form von Bildern, Klängen und Worten, teilen sich mit, kommunizieren im öffentlichen Bereich sinnvollerweise sachbezogen. Mit Problemen wird man dann  konfrontiert, wenn User die Sachebene verlassen und persönlich werden, nicht selten sehr ausfallend und rüpelhaft. 

Geschieht dies auf Facebook oder Twitter, so kommuniziert man mit dem User im nicht öffentlichen Bereich, bittet Provokationen abzustellen und wenn das nicht hilft, entfernt man ihn aus der Freundes- oder Follower-Liste. Obschon ich auf Facebook derzeit mit 3580 Personen befreundet bin, habe ich Trollerei unter meinen Beiträgen bislang nicht erlebt, obgleich ich dort seit 2012 schon Beiträge einstelle. Man diskutiert stets sachlich. Die Ursache dafür ist, dass man sich die Profile von Menschen genau anschauen kann und im Vorfeld von Freundschaft bereits sieht, auf wen man sich einlässt, wenn jemand die Freundschaft anträgt.

Das funktioniert auf typischen Trollplattformen leider nicht. Dort ist man gewissermaßen dem Urzustand ausgeliefert. Dort hat man keine Wahlfreiheit. Solange man arglos ist, ahnt man nicht, was dies bedeutet. 

Shitstorm seitens einer Trollarmada erleben auf Amazon Autoren immer wieder und haben vor der Macht der Puppenspieler  nicht unbegründet Angst, weil ihre häufig jahrelange Arbeitsleistung binnen Stunden in Frage gestellt wird, weil ihre Verkaufszahlen in den Keller rutschen.

Die Mitarbeiter vom Support Regensburg schert das wenig, sie scheinen Freude an dem Treiben der Puppenspieler zu haben und unternehmen nur selten etwas, wenn Autoren oder auch Rezensenten  von den Trollen (Instrumente zum Diskretitieren Dritter)  der Puppenspieler  attackiert werden. Ich habe im Laufe der Jahre immer wieder mit schwer angegriffenen Autoren gesprochen, die verzweifelt waren wegen des ignoranten, menschenverachtenden Verhaltens  der Support- Mitarbeiter, von denen man nicht weiß, ob sie auf Anweisung handeln oder teilweise selbst auf der Plattform aus ungeklärten Gründen trollen. 

Als User einzugreifen und Akteure zur Räson zu bringen, führt dazu, dass man die rechthaberischen Puppenspieler ebenfalls "an der Backe" hat und nicht mehr loswird. Befasst man sich länger mit dem Phänomen, wird klar, dass die Strukturen auf Terror angelegt sind und Puppenspieler ähnliche Verhaltensmuster aufweisen wie Hooligans. 

Ich habe jahrelang Trolle und Shitstorm erlebt, war bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft und kommunizierte mit der Geschäftsleitung Amazon Deutschland. Die Puppenspieler trollten weiter bis sie ihr Ziel erreicht hatten. Das Ziel von Puppenspielern- nicht von Trollen- heißt stets Zerstörung. Die Trolle sind die Kampfinstrumente eines Puppenspielers. Je mehr Machthunger ein Puppenspieler hat,  mit um so mehr Waffen  wird er zu Felde ziehen. Der Puppenspieler möchte ein Terrain- konkret die Plattform auf der er sich bewegt-  dominieren. Jeder, der ihm im Weg steht, wird mittels seiner Trolle platt gemacht. Das muss man sich klar machen.

Puppenspieler handeln tückisch,  spielen ein Freund-Feindspiel, dem man als Betroffener ausgeliefert ist. Mit 20 und mehr Puppen habe ich auf Amazon Puppenspieler- es gibt dort einige- agieren sehen. Sind Alkohol und Drogen im Spiel werden deren Affekthandlungen unberechenbar. Meine Beobachtungen haben ergeben, dass Puppenspieler sich während ihres Tuns  im virtuellen Machtrausch befinden, oft stundenlang. 

Was lernt man daraus? Dass das Internet teilweise mit dem Hobbes`schen Urzustand vergleichbar ist, dass hier faktisch Gesetze nicht überall rasch greifen, und man aufgrund der Vermummungsmöglichkeiten stets davon ausgehen muss, dass Personen mit überbordenden Minderwertigkeitsgefühlen ungeschoren einen ihnen durch den ungeschützten Raum zugewachsenen Machtrausch ausleben können.

Extreme Minderwertigkeitsgefühle, die Neid, Missgunst und Niedertracht zur Folge haben, scheinen die eigentlichen Triebfedern eines Puppenspielers für Trollereien zu sein. Das haben meine jahrelangen Studien ergeben. Auf diese Triebfedern aber hat man als Betroffener kein Einfluss. Wer glaubt, dass es hilft, einen Troll zu loben, irrt. Man erreicht auf diese Weise nicht den Puppenspieler, sondern stets nur eine seiner Waffen und diese sind allesamt immun für Lob und Tadel. 

Der Puppenspieler setzt seine Trolle (Sockenpuppen)-  ich sage es nochmals-  als Waffen ein, mit denen er Krieg führen will. Man kann sich entscheiden, entweder das Internet zu verlassen oder sich mittels Nicknamen  als reale Person unsichtbar zu machen, also seinen Fluchtinstinkten zu folgen oder aber durch Analyse das Puppenspielerverhalten studieren und lernen wie man dessen Waffen am besten mit viel Gelassenheit aus dem Weg  geht und selbstbewusst seinen Realnamen beibehält. Dieser Lernprozess der Gelassenheit dauert mitunter eine ganze Weile. Lange fühlt man sich in erster Linie bedroht, was zu psychosomatischen Krankheitsphänomenen  und weit mehr führen kann. 

Selten meint es der Puppenspieler persönlich, denn seine Opfer wechseln. Hat man das begriffen, fällt es leichter die Rüpeleien im Netz einfach stehen und sich von einem Puppenspieler nicht die Zeit rauben zu lassen. Normal ist, dass das eigene Ego, den Trollmüll des Puppenspielers entsorgen möchte. Man liest nicht so gerne, dass man eine "alte Hackfresse" sei und es ist uns in der Regel zunächst peinlich, wenn andere dergleichen lesen.  Den Müll muss man auf Trollplattformen aber selbst dort, wo man ihn unter Akzeptanz entstehender Nachteile löschen könnte, stehen lassen, um das bewusste Unterlassen der Verantwortlichen, sprich der Plattformbetreiber, zu entlarven.

Ein Puppenspieler (der Vater des Trolls oder General der Trollarmada) ist ein Energievampir, der es auf die Energie seiner Opfer abgesehen hat, weil er selbst keine wirkliche Lebensenergie besitzt aufgrund seiner Minderwertigkeitsgefühle. Je winziger die Persönlichkeit des Puppenspielers, desto martialischer sind seine Waffen, sprich Trolle. Hat man das erst einmal begriffen,  versteht man, dass man es bei Puppenspielern mit  komplexbeladenen Personen zu tun hat, denen wir offenbar  nicht helfen können, weil es ihnen  an Bewusstsein mangelt  und befasst sich fortan  mit Dingen, die Freude bringen.

PS: Die Betreiber von Trollplattformen unterwerfen sich möglicherweise  früher oder später den Machtansprüchen der schwerbewaffneten Puppenspieler und geben nach, damit Ruhe einkehrt, nach dem Motto "Manchmal müssen Opfer geschlachtet werden.". So aber werden  die Betreiber der Plattformen erpressbar.

Helga König

Freitag, 14. November 2014

Helga König: Gedanken zu #Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard, Gründerin von #www.netzwerk-frauengesundheit.com

Dass ich mich heute auf "Buch, Kultur und Lifestyle" in der Rubrik "Gedanken über Ethik und Kultur" mit Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard befasse, ist weniger der Tatsache geschuldet, dass wir über Facebook und Twitter miteinander verbunden sind, sondern ist wohl mehr auf  ihren wirklich bemerkenswerten, ethischen Anspruch zurückzuführen, der sich in vielen ihrer Twitterbotschaften ausdrückt und ihrem   generellen  Engagement  im Internet, wo sie 2009 die Informations-Homepage www.netzwerk-frauengesundheit.com gegründet hat. 

Auf besagte Plattform möchte ich an dieser Stelle explizit hinweisen, weil durch die dortigen Informationen gewiss vielen Frauen geholfen werden kann. 

2012 habe ich Ingrid Gerhards Buch "Wie wir mit Pflanzen gesund bleiben und heilen können" rezensiert und mich damals sehr über das Interview mit ihr und Natascha von  Ganski gefreut, das seither auf "Buch, Kultur und Lifestyle" stets aufs Neue  Leser findet. 

An diesem Freitagabend  empfehle ich speziell www.netzwerk-frauengesundheit.com  allen meinen Leserinnen. Sie werden sehen, dass die Seite Ihnen in vieler Beziehung helfen wird, gesund zu bleiben.

Am 12. November schreibt die Medizinerin zu Mikroplastik in Kosmetik in Facebook: „Dieses Plastik ist völlig überflüssig und macht Sie auch nicht schöner, nur irgendwann, wenn es über die Nahrungskette in unseren Körper gelangt, krank.“ 

Sie twittert am gleichen Tag #YvesRocher = Plastik-Kosmetik? Ich habe das Unternehmen aufgefordert, kein #Mikroplastik zu verwenden. Mitmachen: http://bit.ly/13DF48b . 

Ingrid  Gerhard auf Twitter zu folgen, verspricht informierter zu werden, dies zeigen zwei weitere Beispiele neueren Datums:

"Hätten Sie gedacht, dass ein Kaffeeklatsch vor Demenz schützen kann? http://bit.ly/1xr0lPi "

"Sind Sie süchtig nach Fast Food? Das kann an zu wenig Schlaf liegen, MRT beweist das: http://bit.ly/WqRj3I" 

Drei Monographien, über 400 Veröffentlichungen zu den Themen Frauenheilkunde, Naturheilkunde und Umweltmedizin sowie über 500 Vorträge verdeutlichen die Kompetenz dieser Frau,  die bereits 1995 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für das Gesamtwerk erhalten hat. 

Nochmals empfehle ich die Internetseite www.netzwerk-frauengesundheit.com und empfehle zudem der engagierten Medizinerin auf Twitter zu folgen und zwar Ihrer  Gesundheit zuliebe. Hier der Link: https://twitter.com/ingridgerhard

Helga König

Donnerstag, 13. November 2014

Helga König: Gedanken über Johanna Dohle, eine Kennerin der orientalischen #Gewürzkultur.

Mit meiner Facebook-Freundin Johanna Dohle, mit der ich auch auf Twitter verbandelt bin, verbinden mich diverse Gemeinsamkeiten, dazu gehört ein spezielles Interesse für Gewürz- und Kochkultur.

Johanna ist eine große Kennerin von Gewürzen und Gewürzmischungen und hat in Köln nach einer Drogistenausbildung und einem Germanistik- Studium mit daran anschließender Journalisten- Tätigkeit 2001 in Köln Berrenrather Straße 137 den Gewürzladen "Zimt  & Rosen" mit Gewürzschule sowie orientalisch-mediterranem Partyservice eröffnet und widmet sich seither der Gewürz- und Kochkultur professionell.

Ich schätze es, wenn Menschen vielseitig interessiert sind und diese Vielseitigkeit sich auch auf ihrem Berufsweg zeigt. Die Welt ist viel zu bunt,  als  dass man sich auf eine Sache festzulegen sollte, um dieser bis an das Lebensende anzuhaften.

Neugierde ist eine Grundvoraussetzung für ein kulturell interessantes und vielfältiges Leben. 

Wer sich kundig machen möchte, wie man geschickt  mit Gewürzen hantiert, erfährt auf Johannas Website   alles Wissenswerte, erspart sich die Kosten für teure Gewürzbücher und kann sogar Produkte aus ihrer Kölner Gewürzmanufaktur bestellen. 

Wirft man einen Blick auf den Veranstaltungskalender von "Zimt& Rosen" so begreift man das lobenswerte Engagement Johannas in Sachen Gewürzkultur sofort: 

"Dienstag, 18.11.2014 Zauber der Gewürze Sie tauchen in die spannende Welt der Gewürze ein, Sie lernen zu mischen und zu mörsern. Aus Kardamon, Ingwer, Safran, Chili, Zimt und Kräutern stellen Sie unter Anleitung von Gewürzexpertin Angelika von Proff-Kesseler (www.grus-s.de ) eine indische, eine arabische und eine französische Gewürzmischung her, die Sie mitsamt Rezepten mit nach Hause nehmen. Und zum Probieren gibt es dann aus der Gewürzküche köstliches, orientalisches Fingerfood mit einem leckeren Weiß – oder Rotwein. Ort: Zimt & Rosen , 19.30-22 Uhr“

Das ganze Jahr über verhilft die agile Kölnerin Menschen zu neuen kulinarischen Kenntnissen und lässt ihre Facebookfreunde und Twitterfollower daran Anteil nehmen. Ihr Aufmerksamkeit zu schenken, wird mit guten Informationen belohnt.

Dank Johannas Online-Shop kann man sich von Ihren Kreationen auch fernab von Köln einen Eindruck verschaffen, und weil ich sie heute darum gebeten habe, wird man auf "Buch, Kultur und Lifestyle" demnächst  eine Gastkolumne  von ihr lesen können. Wer weiß, ob dieser dann im neuen Jahr nicht weitere folgen... 

Köln war als Rom des Nordens immer multikulturell. Insofern wundert es nicht, dass Johanna mediterrane und orientalische Speisen für ihren Catering-Service zubereitet.

Eine Firma "Zimt& Rosen" zu nennen,  finde ich besonders sympathisch, weil von den beiden Begriffen Sinnlichkeit und Wärme ausgeht. Man assoziiert die Worte  mit "Tausendundeiner Nacht", und dort mit dem Duft eines orientalischen Gartens, in dem man verweilen möchte und zwar für immer. 

Helga König

Foto: Johanna Dohle

Mittwoch, 12. November 2014

Helga König: Gedanken über Karl Friedrich Weber, den begnadeten Naturfotografen und Präsidenten der Stiftung Naturlandschaft

 Foto: Karl Friedrich Weber
Es gibt Menschen, die mit dem, was sie tun, anderen sehr viel Freude bringen. Mit einem dieser Menschen sind mehr als 2600 Naturliebhaber auf Facebook befreundet. Auch ich habe das große Glück, zu den Freunden Karl Friedrich Webers zu zählen

Dieser begnadete Naturfotograf ist Präsident der Stiftung Naturlandschaft und seit über 35 Jahren für den BUND und NABU im aktiven Naturschutz tätig. Seine Interessengebiete erstrecken sich hauptsächlich auf Naturschutz, Geologie und Landschaftsgeschichte kann man einer offiziellen Internetseite entnehmen. Facebook-Freunde aber wissen, dass es da noch etwas anderes gibt.

Ich habe  schon angedeutet, worum es dabei geht. Es handelt sich um Karl Friedrichs bewundernswerte Begabung, die Natur feinfühlig abzulichten und den Betrachtern im Netz die Schönheit von all dem, was er auf seinen Wegen wahrnimmt, vielfältig zu übermitteln. 

Karl-Friedrich Weber ist in vieler Beziehung ein Botschafter der Natur und man kann genau sehen wie sehr er mit ihr verbunden ist, wie sehr er sie in allen Jahreszeiten liebt.

Der studierte Förster hat übrigens  ein Plädoyer mit dem Titel "Rettet die letzten alten Wälder" verfasst, in dem er unter anderem bekundet "Mit dem Schutz einzelner alter Bäume allein ist es nicht getan. Es geht vielmehr um die alten Wälder, in denen die "Baumriesen" im ganzen Gefüge bis zu ihrem Lebensende stehen können, bevor sie durch ihr Vergehen Teil eines neuen Kreislaufes werden." 

Als Fotograf informiert er seine Facebook- Freunde auch textlich  über das, was er fotografiert und zeigt, so dass man an seinen Exkursionen noch intensiver teilhaben kann. 

Ich habe Karl-Friedrich dieser Tage darum gebeten,  einige seiner Bilder auf "Buch, Kultur und Lifestyle" einbinden zu dürfen und es wird demnächst wohl auch ein Interview mit dem Naturschützer auf dieser Plattform geben. 

Weshalb ich unseren Facebookfreund zunächst auf der Seite "Gedanken zur Ethik und Kultur" vorstelle, hängt damit zusammen, dass sich eine sinnstiftende Ethik nicht nur auf ein positives Miteinander zwischen Menschen, sondern auch auf eine bewusste Wertschätzen von Tieren. Bäumen, Pflanzen. Blumen und Landschaften, insofern auf die  Natur in ihrer Gesamtheit bezieht. 

Wie sich dieser Gedanke visualisieren lässt, möchte ich an drei Bildern Karl-Friedrich Webers dokumentieren.

Nachstehende Texte von Fotos sind von Karl-Friedrich Weber

"die Kaiser-Lothar-Linde an unserem Dom in Königslutter hatte ich bereits in ihrem zartgrünen Frühlingskleid präsentiert - jetzt im November hat sie nichts von der luftigen Jugendfrische ihres Alters um 850 Jahre verloren ..."








"...auf unserem Kranichbrutplatz kaum einen Kilometer hinter unserem Hof, sind wieder zwei Jungvögel erwachsen geworden ... wir sehen sie mit ihren Eltern auf den umliegenden Felder und manchmal rufen sie auch ...es ist ein schönes Erfolgserlebnis, wenn so lange Zeit nach der Anlage des Biotopes im Jahr 1978 sich der Erfolg einstellt ... die Inseln in dem Gewässer sind wahrscheinlich der Schlüssel hierfür - Kraniche brauchen Sicherheit vor Füchsen und anderem Haarraubwild, die nicht gern ins Wasser gehen ..."


"... heute Morgen hatte ich schon eine schöne Begegnung ... Heike hatte aus unserem Küchenfenster zuerst entdeckt - einen Mittelspecht an der Linde vor unserer Dorfkirche, so glaubte ich ... ich schnappte mir meine Kamera und bewegte mich langsam auf ihn zu ... er war so intensiv damit beschäftigt, die Wurzelanläufe nach Kerbtieren abzusuchen, dass er mich lange nicht bemerkte. Es handelte sich dann aber doch um einen jungen Buntsprecht. Mittelspechte sind in vielen Gegenden sehr selten geworden. In den Braunschweiger Eichenwäldern ist ihre Brutdichte noch überdurchschnittlich hoch. Durch die Kahlschläge der letzten Jahre schwindet sein Nahrungsraum - alte Baumkronen mit abgestorbenen Ästen, die er nach Nahrung absucht. Sein Schnabel ist längst nicht so kräftig wie der anderer Spechte - er ist deshalb ein typischer Stocherer ..."
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Die Bilder und Texte von Karl  Friedrich Weber  berühren stets auf Neue  und verhelfen dem Betrachter ökologisches Bewusstsein zu entwickeln oder aber bereits vorhandenes  zu vertiefen. 

Helga König

Montag, 10. November 2014

Gedanken zu dem Schriftsteller, Philosophen und Lyriker Manfred M. Freude

Einer meiner Facebook-Freunde und Twitter-Follower ist der aus Aachen kommende Schriftsteller Manfred H. Freude. 30 Bücher hat er bereits geschrieben, des Weiteren hat er literarische Texte, literaturwissenschaftliche Aufsätze, tagespolitische Bemerkungen und Kritiken verfasst. Der Intellektuelle ist zudem als Philosoph, Lyriker, Dramatiker und Essayist über seine Heimatstadt hinaus bekannt. 

Immer wieder erfreut er seine Facebook-Freunde mit dem ein oder anderen seiner Gedichte und wirbt in den sozialen Netzwerken für seine Publikationen. Viele seiner Kollegen verfahren ähnlich und erreichen auf diese Weise wirklich interessierte Leser, mit denen sie nicht selten in einen fruchtbaren Dialog treten. 

Auf Freudes Homepage fand  ich nachstehenden Satz, den ich hier zum Weiterlesen einbinden möchte: "Sprachlosigkeit ist der erste Schritt über die Grenze der Verständigung." http://www.freude-autor.de/theorie-des-schwaigen/ und fand ferner auf seiner Homepage  den damit korrespondierenden Aphorismus "Schweigen entspricht einer Transzendenz von Sprache, das Unsagbare gleichwohl in einem Sagbaren gesagt zu haben, ohne es eigentlich gesagt zu haben. Im Sprechen zeigt sich im Ungesagten richtiges Bewusstsein."

Schweigen muss gebrochen werden und zwar immer wieder,  beispielsweise wenn es um die Nazi-Verbrechen geht. Ungesagtes aussprechen, das macht sich Manfred H. Freude im Hinblick auf die Biographie seiner Tante Hubertina zur Aufgabe. 

Hubertina Aretz war, eine Widerstandkämpferin, die jüdische Kinder während der Nazi-Zeit versteckte und in die USA weiterschickte. Ihr mutiges Tun wurde ihr seitens der braunen Brut mit der Inhaftierung im Konzentrationslager Ravensbrück vergolten. Was dies für sie bedeutet hat, verschweigt ihr Neffe nicht.

Manfred H. Freude warnt auf der Rückseite seines Buches "Gesang einer Nachtigall- Hubertina Aretz- Biographische Erinnerungen", das ich demnächst auf  "Buch, Kultur und Lifestyle" rezensieren werde als Philosoph davor, das wir heute Formen der "Folter" auch dieser Lager, wieder als normal, und in der Sprache als akzeptabel vorstellen, gar noch erweitern und als alltäglich darstellen. 

Der Aachener Autor will das bewusste und anerlernte Schweigen entlarven und auf diese Weise die Offenlegung und den Protest fördern. Ein solches Bemühen kann man nur unterstützen. Um Unrecht ins Bewusstsein vieler zu rücken, muss es kommuniziert werden. 

Helga König

Sonntag, 9. November 2014

Helga König: Gedanken zum 9. November 1989

 #Karl Holfeld; "Baut Brücken"
Der 9. November 1989 war für mich ein Tag großer Freude. Endlich waren die Menschen in Ostdeutschland nicht mehr eingesperrt. Endlich konnten sie von der Stasi und deren IMs nicht mehr bespitzelt werden. Endlich konnten sie sich frei bewegen. Endlich war das große Gefängnis inmitten Europas nicht mehr existent. 

Schon in meiner frühen Kindheit empfand ich die DDR als einen Schreckensort und hatte keine Zweifel daran, dass dort große Not herrschte und zwar äußere wie innere gleichermaßen, vielleicht nicht bei allen, so doch bei den vielen durch die Stasi gepeinigten Bürger des Landes. 

Meine Großmütter packten, solange sie lebten, immerfort Lebensmittelpäckchen für Verwandte, die es durch die Vertreibung aus Ostpreußen und Böhmen nach Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen verschlagen hatte und die keine Chance mehr hatten, weiter in den Westen zu gelangen, weil die innerdeutsche Grenze ihnen diese Möglichkeit versagte. Unter diesen Verwandten befand sich auch mein Großonkel Ernst, der aufgrund seiner freiheitlichen Gesinnung bei den Nazis  ein Jahr im KZ verbringen musste. Freiheit erfuhr dieser sozial-liberal denkende Ostpreuße nur als junger Mann in der Weimarer Republik. Ein Leben voller Tragik.

Blickte ich in meinen Schulatlas und sah diese Grenze überfiel mich stets sofort Trauer, weil ich wusste, dass "drüben" die Bürger ähnlich wie zuvor die Bewohner  Nazi-Deutschlands  von Psychopathen mit Blockwartmentalität dauerüberwacht und dauerdrangsaliert wurden und keine Möglichkeit hatten, sich von ihren Peinigern zu befreien. 

Geboren am 17. Juni, war mir von Kindesbeinen an bewusst, dass mein Geburtstag zugleich der Wunschtag aller freiheitlich gesinnten Deutschen war, der Tag, wo man den Fall der Mauer gemeinsam herbeisehnte. Ich wünschte es auch stets innigst und je mehr ich über diesen Unrechtsstaat erfuhr, dessen Schergen flüchtende Bürger an der verminten "Demarkationslinie" wie Hasen abknallten, umso mehr wünschte ich, dass das Treiben der "Nomenklatura" und ihrer Schergen dort endlich ein Ende hatte.

Im Alter von 17 Jahren war ich erstmals in Berlin, fuhr - ohne Wissen meiner Klassenlehrerin in den Osten der Stadt, weil ich mit eigenen Augen sehen wollte wie die Menschen dort lebten. Die wenigen Stunden, die ich mich  in Ost-Berlin aufhielt, genügten mir, um in meinem Urteil bestärkt zu sein: Die DDR war ein großes Gefängnis und die Menschen dort erschreckend freudlos. Kein Wunder, es gab außer Grau und Braun keine Farben, nichts was erheiterte. Dieser Eindruck drängte sich mir jedenfalls an jenem sonnigen Septembertag auf, wo über Ostberlin eine merkwürdige Dunstglocke hing und es intensiv nach Mottenkugeln roch. Was wurde dort eingemottet, damit es immer wieder nach Bedarf unbeschädigt hervorgeholt werden konnte? Das Reaktionäre und Ewig-Gestrige?

Im Studium lernte ich später einen Kommilitonen kennen, der gerade aus der DDR geflüchtet war und zwar im Kofferraum des Fahrzeugs eines Fluchthelfers. Der junge Mann berichtete mir an einem Nachmittag ausführlich von den Zuständen im Osten Mitte der 1970er Jahre. Freunde von ihm saßen im Gefängnis, weil man sie auf der Flucht aus diesem Terrorstaat erwischt hatte. Der junge Mann wirkte viel älter als wir alle, war depressiv, weil er stets an seine Freunde dachte und Angst hatte, dass man sie folterte. Das war  für die Stasi  eine Methode, um Geständnisse zu erpressen. Was aus dem schwermütigen Kommilitonen geworden ist,  weiß ich nicht.  Geblieben  ist er ganz gewiss ein freiheitsliebender Mensch.

Die Stasi betrieb einen Verwaltungsapparat aus bis zu 91.015 hauptamtlichen Mitarbeitern. Dabei handelte es sich um Menschen, die offiziell bei der Stasi arbeiteten. Zudem steuerte die Stasi ein weitreichendes Netzwerk aus zuletzt 189.000 inoffiziellen Mitarbeitern, abgekürzt IM. Diese Spitzel und Zuträger informierten die Stasi:  "Arbeiter schrieben Berichte über ihre Kollegen, Jugendliche über ihre Mitschüler, Soldaten über ihre Kameraden. Doch die Stasi drängte sich so auch in engste Beziehungen. Freunde verrieten Freunde, manchmal bespitzelten sogar Familienmitglieder einander“, erfährt man im Internet vom Bundesbeauftragten für die Unterlagen der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. 

Bei ihm liest man weiter: "Um in das Visier der Stasi zu geraten, musste ein Bürger nicht einmal offen Widerstand gegen den Staat leisten. Es genügte, nicht dem gesellschaftlichen Durchschnitt zu entsprechen. Lange Haare, Musik aus dem Westen hören, das galt als verdächtig. Jeder nicht staatliche Zusammenschluss von Menschen wurde mit Argwohn betrachtet – egal ob Sportclub oder Jugendangebote der Kirchen. Wenn die Stasi gegen einen Bürger vorging, bediente sie sich einer Reihe von Maßnahmen. Die Stasi durchsuchte heimlich Wohnungen und hörte sie ab, auch im Bad und im Schlafzimmer. Sie schüchterte ihre Opfer durch ständige Beschattung ein. Die Stasi konnte einen ihr verdächtigen Bürger auch einfach verhaften und nach eigenem Ermessen in einem ihrer Untersuchungsgefängnisse verhören und unter Druck setzen“. Mehr dazu: http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Bildung/Einstieg/_node.html

Viele werden den Film "Das Leben der anderen" kennen, der diesen Wahnsinn an einem Einzelbeispiel hervorragend veranschaulicht. Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte dies nachholen. Der Film  ist sehr erkenntnisfördernd

Was ist aus den rund 300 000 Menschen geworden, die alle "Freiheits-Verdächtigen" im Land drangsaliert haben? Haben sie ihre Blockwartmentalität ablegen können, sind sie geläutert oder leben sie diese perverse Zwangshaftigkeit heute an anderen Orten aus? 

Mein Respekt gilt den mutigen Menschen, die sich gegen den Unrechtsstaat widersetzten und denen es zu verdanken ist, dass dieser Schandfleck - die innerdeutsche Grenze- inmitten Europas beseitigt wurde.

Die Sentenz "Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut"  hinterließ  uns der athenische Politiker Perikles (um 500 - 429 v. Chr.)

Die  freiheitsbewegten Menschen   des 9. November 1989 kannten  dieses Geheimnis, waren unendlich mutig und befreiten sich von den Psychopathen mit Blockwartmentalität,  die sie über Jahrzehnte drangsaliert und eingesperrt hatten.  Ich werde nicht aufhören, diese mutigen Menschen zu bewundern. Sie und ihr Tun zu feiern, ist unsere Pflicht und Kür am heutigen Tag. 

Helga König


Samstag, 8. November 2014

Helga König : Gedanken zu Seneca als guten Lehrmeister, um ein "leidenschaftlicher Twitterer" zu werden.

Dieser Tage las ich bei einem der Twitterer eine Sentenz, die mich hellhörig machte "Einem leidenschaftlichen Twitterer kann man nicht seine Twitterer-Eigenschaften nehmen, ohne ihm seine Existenz zu nehmen."

Wann, so fragte ich mich, wird man zu einem leidenschaftlichen Twitterer und was bitte sind Twitterer- Eigenschaften?

Ich las eine weitere Sentenz dieses Twitteres, mit folgendem Inhalt, die er Kierkegaard in den Mund legte "In furchtbaren inneren Leiden wurde ich [Twitterer]“ und ließ die beiden, offenbar miteinander korrespondierenden Sentenzen auf mich wirken.

Dann ging ich auf die Suche und erfuhr bei Wikipedia, dass Leidenschaft eine das Gemüt völlig ergreifende Emotion sei. Die antike Philosophie der Stoa, so las ich weiter, sah in der Beherrschung der Leidenschaften (Affektkontrolle) ein wichtiges Lebensziel.

Offenbar divergiert das Lebensziel eines leidenschaftlichen Twitterers mit dem eines Stoikers, denn der leidenschaftliche Twitterer frönt ja bekanntermaßen seiner Schreibleidenschaft.

Nun kenne ich diverse Seneca-Texte und versuche mir vorzustellen wie dieser Stoiker, der genau wusste "Sich selbst besiegen, ist der schwerste Sieg“, spontan gehandelt hätte, wenn er diesen und viele seiner anderen klugen Gedanken erst mal in die Welt hätte twittern können. Hätte er am Ende gar die Zivilisation verflucht, die laut Norbert Elias "Affektkontrolle" sei, weil sein Mitteilungsbedürfnis letztlich stärker war als sein philosophisches Denkgerüst? Oder hätte er - dem Neuen gegenüber aufgeschlossen - erst einmal sich selbst beschwichtigend getwittert: "Deine Einstellung mußt du ändern, nicht deinen Aufenthaltsort"? 

Twitter dient als Plattform zur Verbreitung von kurzen Textnachrichten (Tweets) im Internet. Diese dürfen maximal 140 Zeichen aufweisen, schreibt Wikipedia.

Twitter-Eigenschaften sind demnach, sich kurz und präzise ausdrücken zu können oder aber Botschaften von Dritten parat zu haben, die nicht länger sind als 140 Zeichen. Der Stoiker Seneca hat unglaublich viele Sentenzen verfasst, die weniger als 140 Zeichen umfassen. so etwa "Durch Lehren lernen wir" und eignet sich insofern als guter Lehrmeister, wenn man ein leidenschaftlicher Twitterer werden möchte.

Wenn man einem Twitterer, seine Twitterer- Eigenschaften- problemlos kurze Sätze in Mitteilungsabsicht zu formulieren oder auch nur zu suchen und zu kopieren- nimmt, dann muss man ihn tatsächlich seiner Existenz berauben, denn solange ein Mensch lebt, wird er kommunizieren, sei es mittels kurzer Botschaften oder durch nicht enden wollende Wortergüsse und dies nach Möglichkeit problemlos.

Eine kopierte, kurze Botschaft eines Viellesers könnte ein Satz von Seneca sein "Mit meinen Büchern führe ich die meisten Gespräche." Umformulieren könnte man das Zitat  in eine an Seneca angelehnte Sentenz "Mit manchen Twitterern führe ich indirekte Gespräche“.

Keineswegs schwer fällt es mir, mir vorzustellen, dass man Twitterer wird, weil man leidet, denn seit Pierre Corneille wissen wir "Man lindert seine Leiden, indem man sie erzählt" also beispielsweise in knappen Sätzen twittert.

Für Menschen allerdings, die  mit dem Zitat Camus "In den Tiefen des Winters erfuhr ich schliesslich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer liegt "etwas anfangen können, ist das Motiv, weshalb sie twittern, vermutlich eher das Vergnügen an der Formulierung knapper Botschaften und die Freude darüber, dass andere sie lesen und diesen vielleicht sogar etwas abgewinnen können.

So lassen wir die Definition des Twitteres auf uns wirken, der uns  im Hinblick auf Twitter wissen lässt: "Für die einen ist es der Tummelplatz des blanken Narzissmus, für die anderen das digitale Flugblatt schlechthin."

Ich entscheide mich für das digitale Flugblatt. Ein Beispiel dafür  ist eine Twitter- Botschaft des Philosophen Wilhelm Schmid, die ich kürzlich retweetet habe.

"Warum ist das #Internet so faszinierend für so viele? Weil es ein Raum unendlicher Möglichkeiten ist, eine neue Erfahrung von #Transzendenz."

Helga König

Donnerstag, 6. November 2014

Helga König: Gedanken zu dem vielseitigen interessierten Autor und Twitterenthusiasten Ernst Probst

Der Wissenschaftjournalist und Autor Ernst Probst ist auf Twitter sehr präsent und engagiert sich nicht nur in eigener Sache, sondern weist zudem stets auf seine Follower und deren Tun in seiner riesigen Fangemeinde immer wieder freundlich hin. Dafür gilt ihm ein großes Dankeschön.

Der arbeitsame Wiesbadener ist Autor von rund 300 Büchern, Taschenbüchern und E-Books. Dabei sind seine Schwerpunkte Paläontologie, Archäologie, Natur, Geschichte, Biographien und Aphorismen. 

Um den Lesern hier einen kleinen Eindruck von der Bandbreite seiner Publikationen zu geben, verlinke ich an dieser Stelle die Wikipedia-Seite von Ernst Probst: http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Probst und widme mich nun  erneut dessen Twitter-Botschaften der letzten Tage, um  ein wenig von seinen derzeitigen Gedanken in Erfahrung zu bringen, denn seine Twitter- Sentenzen stellen ja letztlich für den potentiellen Leser eine Motivation dafür dar, eventuell seine angebotenen Bücher dort zu ordern, wo seine Twitterlinks hinführen. 

Am 4. November schreibt der Autor "Die Menschen heute leben nicht alle in der selben Zeit". Noch mag das stimmen, aber es wird sich bald ändern,  aufgrund der Kommunikation in den sozialen Netzwerken, durch die Informationen sehr rasch um den Erdball kreisen und ebenso schnell auf das Bewusstsein vieler wirken. Bald wird der Zeitgeist auf der ganzen Welt derselbe sein und alles Archaische wird dann selbst in den Ländern dem Gestern angehören, wo man heute noch Frauen steinigt. Ob der allgemeine Zeitgeist dann ein liberaler und kein neoliberaler sein wird, kann man nur hoffen.

"Unrecht, das man leugnet, bleibt trotzdem Unrecht". Ich hätte mir gewünscht, dass diese Sentenz mehr Zustimmung erhält. Damit man solche Sätze im Internet wahrnimmt, müssen sie mit Bildern transportiert werden, lehrt mich Facebook.

Ernst Probst wirbt für viele seiner Bücher, indem er deren Titel twittert. Mein Blick bleibt beim Titel "Königinnen der Lüfte" hängen. Gerade neulich las ich über die amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin Amelia Earhart Wissenswertes, deren letzter Flug im Ungewissen endete. Auch über sie schreibt der vielseitig interessierte Autor, der auf seinen Spaziergängen kein Handy mitnimmt und dennoch nichts versäumt, wie er twittert. Wie sollte er auch, wo in seinem Kopfkino so viel geschieht und aus allem, was er wahrnimmt. ein neues Buch entstehen könnte…

Ein Mann, der über mutige Frauen schreibt, beweist selbst den größten Mut.

Helga König


Sentenzen 2014, Helga König

Das Wechselspiel von Geben und Nehmen ist die Basis für zufriedene Beziehungen, privat als auch geschäftlich.

Unseren inneren Widerstand müssen wir stets genau anschauen. Was will er uns sagen?

Menschen und Dingen gerecht zu werden, setzt voraus, dass man sich nicht nur oberflächlich mit ihnen befasst.

Sich nicht mehr mit intellektuell satten und herzensträgen Menschen zu umgeben, ist nicht selten eine lebensrettende Maßnahme.

Hat man das Du im Blick, dann hört man innerlich zu leiden auf. Inneres Leiden entsteht durch die verspannte Fokussierung auf das Ich.

Helga König: Gedanken zur Twitterpoetin Rahel Müller.

Auf Twitter lese ich mit Vorliebe Rahel Müllers poetische Sentenzen und habe mir vorhin vorgenommen, nicht mehr den Zufall darüber entscheiden zu lassen, ob  die Startseite gerade einen ihrer nicht selten melancholischen Sätze bereithält, wenn ich mich dort kurz einklicke, denn ihre Poesie lohnt es,  täglich zu lesen. Ihre Worte finden problemlos einen Weg in die Seele des Lesers. 

Rahel, eine Malerin aus Zürich, hat gestern mal wieder gezeigt, dass es möglich ist, mit wenigen Worten einfühlsam eine Geschichte zu erzählen: „als ich mal sehr deprimiert war und mir aus brotkrümeln ein mandala gelegt habe. nein, habe ich natürlich nicht, ich war nur deprimiert.“

Die Schweizerin schreibt nicht für „menschen, die sich aus der asche ihrer toten diamanten pressen lassen“, im Glauben selbst auf diese Weise ein Diamant zu werden, denn Rahel ist frei von Gier. Sie ist ein Mensch, deren Seele so hell leuchtet, dass selbst unsensible Leser dies sofort bemerken „fühle mich heute selten geborgen, warmhändig. die frühe nacht schwappt mantelmandeln. es ist nichts gesagt. ich kann auf alles verweisen.“ 

Gierige Menschen leuchten nicht. Das ist der Preis, den jene zahlen, die sich selbst aus Asche ihrer toten Diamanten pressen lassen, um wertig zu funkeln.

Fast hätte ich den Kontakt zu dieser wunderbaren  Frau, die fast beiläufig meint „das kleine stück heiligkeit kommt ohne worte aus“ verloren, weil ich eine Twitterfunktion unwissend betätigte, die ihr den Eindruck vermittelte, ich wolle den Kontakt mit ihr abbrechen. Sie aber hörte auf ihren Instinkt, der ihr sagte, dass dies eigentlich nicht sein kann. Dafür danke ich Rahel, aber auch für die vielen schönen, lebensklugen Sentenzen „und wenn etwas noch so fragil, ungelenk, verletzlich, stumm oder scheu ist: es hat schon mehrfach leben gehütet.“ 

Man kann nur hoffen, dass diese mehrfach begabte Künstlerin all ihre wundervollen Sentenzen speichert und zu einem Buch verarbeitet. Sätze wie „ausnahmslos jeder, der das weite sucht findet die nähe später in sich“ sollten nicht aus dem Blickfeld verschwinden. Sie sind von einer Tiefe, dass sie sich zur Meditation in ZEN-Klöstern eignen.

Wenn Rahel meint „man tanzt nicht auf vulkanen. man fürchtet sich, selbst einer zu sein. ausbrechen hiesse, zu viel zu zerstören“, kann ich nur  entgegnen,  dass der poetische Ausbruch des Vulkans "Rahel Müller" keineswegs zerstört, sondern  einzig viele  bereichert, weit mehr als jene, die ihre Gedanken täglich  retweeten oder favorisieren.

Die Künstlerin weiß selbstreflektierend: „an mir ist kein niemand je verloren gegangen.“ Das ist wohl wahr, denn Rahel ist kein Niemand, sondern zählt zu den begabten Zeitgenossen, die  mit wohlgesetzten Worten auf toter Materie  zu tanzen vermögen und diese Tag um Tag zur Freude aller aufs Neue belebt.

Damit wirkt sie dem Novemberblues entgegen: "überschäumende fülle von grautönen", die daran erinnern, aus welchen Gründen man aus "brotkrümeln ein mandala legt": "ich habe so eine liebe. das ist halt so. aber manchmal macht sie mich auch hilflos."

Helga König

Mittwoch, 5. November 2014

Helga König: Gedanken über Psychopathen mit Blockwartmentalität.

"Das Leben der anderen" wurde gestern Abend  im ersten Programm ausgestrahlt. Diesen hervorragenden Film habe ich erstmals 2007 gesehen und damals eine Rezension dazu auf Amazon verfasst.

Die Rezension wollte ich heute  Morgen nochmals lesen, fand sie aber weder auf "Amazon" noch auf "Buch, Kultur und Lifestyle". Sie fiel den Willkürmaßnahmen vermutlich einer Amazon-Mitarbeiterin im Mai dieses Jahres zum Opfer als 3545 meiner Rezensionen seitens dieser Person aus Regensburg mit sichtbar perversem Vergnügen jeweils im Spätdienst entsorgt wurden.

Da ich verabsäumt hatte, die Rezension rechtzeitig auf meiner Plattform einzubinden, musste ich in meinen nichtöffentlichen Archiven recherchieren und fand die alte Rezension dort nach mehrstündigem Suchen  wohlbehalten wieder. 

Was mein mildes Fazit anbelangt,  werde ich diese Rezension  allerdings  noch umschreiben, bevor ich sie erneut veröffentliche, denn ich ahnte vor sieben Jahren noch nicht, was Bespitzelung tatsächlich heißt.

Diese nervige Dauerpräsenz destruktiver Schattengestalten rund um die Uhr lernte ich in der Zeit kennen als ich Top-10 Rezensent bei Amazon war und vom Team einer Schweizer Marketingfirma jahrelang dauergemobbt, dauerbeleidigt und dauerbespitzelt wurde. Wie der Inhaber dieser Firma vollmundig erklärte, legte er von allen Top-Rezensenten Dossiers an, um gegen sie etwas in der Hand zu haben. Für diese Zwecke hatte er ein Hilfskraft eingesetzt, die vermulich  einst als Stasi-Mitarbeiterin aktiv war. Sein Ziel war es, die Top-Positionen mit Fakeaccounts zuzupflastern. 

Auf Amazon konnte man immer klarer erkennen, dass die Terror- Maßnahmen der Schweizer Marketingfirma identisch mit denen waren, die man in der ehemaligen DDR und bei den Nazis gegen Regime-Gegner angewandt hat, auch was sophistische Wortverdrehungen anbelangte, um andere ins Unrecht zu setzen. Kaltstellen mit allen Mitteln war die Devise. Es hatte immer und immer wieder funktioniert, dank gewisser parteiischer Helfer.

Der Gedanke, wer nicht für mich ist, ist gegen mich und muss fertiggemacht werden, ist typisch für Psychopathen. Egal, wo man diesen eine Plattform gibt, richten sie Unheil an. 

"Das Leben der anderen" zeigt sehr deutlich, wie man in der ehemaligen DDR mit Intellektuellen umgegangen ist. 

Für Psychopathen mit Blockwartmentalität sind Intellektuelle suspekte Menschen, die von der Bildfläche verschwinden müssen. Ganz klar.

Helga König